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Aktuelle Meldungen aus der MICHEL-Redaktion:
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| Neue Zeppelin-Markenrarität entdeckt! |
| Es muß nicht immer „Audrey Hepburn“ sein! -- Die Philatelie ist reich an Entdeckungen, neuen Funden und Seltenheiten, deren Wert sich erst bei genauerem Hinsehen erschließt. Dies beweist der Fund der bislang zwei nicht offiziell herausgegebenen „Audrey Hepburn“-Zuschlags-Sondermarken aus dem Jahre 2001, aber auch ein vergleichbar sensationeller Fund der letzten Tage. „Tatort“ war diesmal Hamburg, genauer gesagt das Auktionshaus Edgar Mohrmann. Dort traute Lutz Schmurdy, Chefphilatelist des renommierten Hauses, seinen Augen nicht so ganz, als er eine umfangreiche Einlieferung zur nächsten Auktion näher unter die sprichwörtliche Lupe nahm. Die vor ihm liegende gestempelte Flugpostmarke „Luftschiff Graf Zeppelin LZ 127“ (MiNr. 424, erschienen am 20. September 1928) sah irgendwie anders aus als die Stücke, die er schon alle in seinem Leben gesehen hatte. Er schaute also ein zweites Mal hin, verständigte sich mit Hans-Peter Bahr, Inhaber und Chef des Hauses, die als benzinempfindlich deklarierte Marke näher auf Wasserzeichen zu untersuchen. Und sein Gefühl trog ihn nicht. Wenig später stand fest: diese Marke wurde auf dem Papier mit stehendem Wasserzeichen statt auf dem üblichen Papier mit liegendem Wasserzeichen gedruckt! Kenner wissen, daß bis heute erst ein Exemplar dieser MiNr. 424X bekannt ist, was der Experte im Bund Philatelistischer Prüfer, Hans-Dieter Schlegel, auch zu bestätigen wußte. Die Marke weist keine Mängel auf und der Stempel „Eisenach 13.3.35“ ist sogar noch gut lesbar! „Wir waren völlig überrascht“, bestätigte denn auch Hans-Peter Bahr, „eigentlich war es Zufall, dieses kleine Gespür, das man so entwickelt, wenn man solche Marken über viele Jahre gesehen und in Händen gehabt hat. Da läßt einen dann manchmal die kleinste Kleinigkeit stutzig werden!“ Der Einlieferer, der seinen Markenbestand der Firma Edgar Mohrmann & Co. einlieferte, darf sich also freuen. Er profitiert von der Erfahrung namhafter Berufsphilatelisten, die mit Sachverstand seine „Schätze“ in die Hände nahmen und ausgiebig begutachteten. Ein Vorteil, den eben auch in Zukunft keine Internet-Auktions-Plattform zu bieten vermag. Der MICHEL-Katalog notiert die Marke mit einem „–,–“, was nichts anderes heißt, als daß ein Preisansatz mangels Marktangebot nicht möglich ist. Nun könnte sich dies ändern, und man darf gespannt sein, ob ein vier- oder gar fünfstelliger Zuschlagspreis künftig diese Spalte füllen wird. Die Markenseltenheit wird bei der nächsten Mohrmann-Auktion in Hamburg (22.–24. September 2005) zum Ausruf kommen. Flugpost-Briefmarkensammler haben nun auf jeden Fall eine neue Rarität, die eine Sammlung krönen kann. Vielleicht halten Sammler aber auch selbst die Augen offen, denn von dieser Marken-Abart muß ja mindestens ein Bogen gedruckt worden sein. Wer weiß, ob nicht in so mancher Sammlung solch ein „Schatz“ noch schlummert? Im Vergleich zur Notierung der normalen Marke (45,- Euro) dürfte ein solcher Fund den glücklichen Besitzer um einiges reicher machen! Michael Trost Kontakt und Katalogbezug: Edgar Mohrmann & Co. GmbH, Internationale Briefmarken-Auktionen, Bärenallee 43, 22041 Hamburg, Tel. 0 40/68 94 70-0, Fax 68 94 70-19, E-Mail: auktion@edgar-mohrmann.de, Internet: www.edgar-mohrmann.de |
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