Hepburn-Marke für 99.500 Euro verkauft

Audrey HepburnFür 99.500 Euro hat ein anonymer Käufer ein Exemplar der teuersten zeitgenössischen Briefmarke, der mittlerweile legendären Wohlfahrtsmarke "Audrey Hepburn", erstanden. Die Richard Borek GmbH & Co. KG bot diese Rarität erstmals zum Festpreis an. Der Schwaneberger Verlag verzeichnet daraufhin eine MICHEL-Neubewertung mit 150.000 Euro.

 

 

Weltbekannt wurde die Wohlfahrtsmarke der Deutschen Post AG mit einem Foto der Hollywood-Schauspielerin aus dem Film "Frühstück bei Tiffany" (Nennwert 1,10 + 0,50 DM) im Jahre 2001. Da einem der Hepburn-Söhne das Motiv missfiel, das seine an Lungenkrebs verstorbene Mutter mit Zigarettenspitze zeigte, musste die gesamte (bereits produzierte) Auflage von 14 Mio. Briefmarken zurückgezogen und vernichtet werden.

 

Die wenigen erhaltenen Exemplare sind allesamt philatelistische Kostbarkeiten. So erzielte 2005 eine Einzelmarke mit Eckrand einen Auktionspreis von 135.000 Euro plus Aufpreis. 2010 wechselte ein postfrischer Zehnerbogen beim Auktionshauses Schlegel für 430.000 Euro den Besitzer. Die linke obere Bogenecke aus besagtem Zehnerbogen kam nun erneut zur Versteigerung, weil der damalige Käufer sich entschieden hatte, den Bogen zu zerteilen.

 

Wie die Marken eigentlich aus dem Finanzministerium in Umlauf gelangen konnten, ist bis heute ungeklärt.

 

 

Text: MICHEL

Abbildung: MICHEL (MiNr. BRD XIX)