Mauritius-Pretiosen bei David Feldman verkauft

22.12.2016

(wm) Nicht wenige Kenner der Szene hatten eigentlich etwas mehr erwartet, zumal David Feldman, der frühere Inhaber des bekannten in Onex/Schweiz ansässigen Auktionshauses noch bei der LONDON 2015 für die von ihm dort präsentierte Originaldruckplatte der weltbekannten ersten Marken von Mauritius (sog. Post Office-Ausgabe) eine Summe von denkbaren 10 Millionen Dollar in den Raum gestellt hatte.

 

Bereits der Schätzpreis dieser Druckplatte im hervorragend gemachten Spezialkatalog war mit zwei bis drei Millionen Euro allerdings deutlich geringer angesetzt, der Ausruf mit einer Million ebenfalls, der tatsächlich erzielte Zuschlag (inkl. Aufgeld) lag mit 1 320 000 Euro nur wenig darüber. Ein ähnliches Ergebnis zeigte die Versteigerung des legendären „Bombay-Briefes“ mit zwei Exemplaren der 1d.-Post Office-Marken, dessen attraktive Wirkung kaum zu übertreffen ist. Auch zu dieser Rarität gab es einen eigenen bestens recherchierten Spezialkatalog, in dem der Wert des Briefes mit einem Betrag von drei bis fünf Millionen Euro taxiert wurde. Der Startpreis bei der Auktion begann bei zwei Millionen und auch hier lag der Zuschlag (inkl. Aufgeld) bei 2,4 Millionen Euro, hatte also – entgegen anderslautenden Erwartungen – keine nennenswerte Steigerung erfahren.

 

Beide Raritäten gingen an nicht genannte anonyme Bieter. Im Vergleich dazu übertrafen die Zuschläge für von der zuvor erwähnten Druckplatte hergestellte Druckproben die Schätzungen deutlich, denn eine beide Wertstufen (1 und 2p) kombinierende Druckprobe sowie drei sog. Pariser Reprints (Neudrucke) von 1912 kosteten die neuen Besitzer 120 000 Euro (inkl. Aufgeld).

 

Das Auktionshaus wusste in einer am 3. Dezember 2016 veröffentlichten Pressemeldung von guter Saalbeteiligung zu berichten, wobei die Mehrzahl der derzeitigen Besitzer der Mauritius-Raritäten per Telefon dabei oder durch Kommissionäre vertreten waren. Die Atmosphäre sei sehr angespannt gewesen, lässt sich das Auktionshaus zitieren, aber am Ende sei man doch sehr froh gewesen, dass diese besonderen Raritäten an namhafte Sammler verkauft werden konnten.