Tierkinder: Iltis und Wildschwein

21.04.2017

MiR 3 2017  Seite 08(mi) Der Europäische Iltis (Mustela putorius), der im größten Teil Eurasiens beheimatet ist, jagt als nachtaktiver Erdmarder vorwiegend auf dem Boden. Seine Lebensräume sind offene Waldränder, Felder und Wiesen, aber auch Scheunen und Ställe.

 

Die Brunstzeit fällt in die Monate März bis Juni. Nach sechs Wochen Tragzeit kommen in leeren Kaninchenbauten oder selbstgegrabenen Höhlen drei bis sieben Junge zur Welt. Schon nach drei Wochen verzehren sie das von der Mutter mitgebrachte Fleisch. Nach drei Monaten haben die Jungen das Gewicht der Eltern erreicht, und die Familie löst sich auf. Nun begeben sich die Jungiltisse allein auf die Jagd nach Fröschen, Kröten, Fischen, Nagetieren, Vögeln und Eiern.

 

MiR 3 2017  Seite 08-2Die braunweiß-gestreiften Jungtiere des Wildschweins (Sus scrofa) werden „Frischlinge“ genannt. Das Streifenkleid vom Kopf bis zum Schwanz ist das auffälligste Erkennungsmerkmal der meist im April geborenen Tierkinder. Die Frischlinge wiegen kurz nach der Geburt zwischen 800 und 1100 Gramm und werden etwa drei Monate lang 10 MICHEL®-Rundschau 3/2017 gesäugt. Im Freien vollführen sie wilde Kampf- und Rennspiele, bleiben allerdings immer in der Nähe der Mutter. Stößt diese ihren Warnruf aus, verharren die Jungen regungslos auf der Stelle. Wer Frischlinge in der freien Natur zu Gesicht bekommt, muss auf der Hut sein: Die Mutter ist bereit, ihren Nachwuchs mit allen Mitteln zu verteidigen.

 

Die Motive sind von Nicole Elsenbach aus Hückeswagen und Frank Fienbork aus Utting entworfen worden. Erstausgabetag: 01. März 2017.

 

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