Mikrowelten: Menschliches Haar und Vitamin C

04.08.2017

MiR 7 2017 Seite 16-3(mi) Die Mikrophotographie bewegt sich im Grenzbereich zwischen Wissenschaftsphotographie und künstlerischer Visualisierung. Der Pionier auf diesem Gebiet, Professor Manfred P. Kage, prägte Ende der 1960er Jahre den Begriff „Science Art“ für dieses Metier.

 

Zwar kennen wir das menschliche Haar durch eigene Anschauung, aber in 250- facher Vergrößerung erscheint es in ganz neuem Licht. Die äußere Schicht des Haares ist nicht glatt, sie besteht vielmehr aus tannenzapfenförmigen, flachen Hornzellen. Wie dick es ist, lässt sich gar nicht so leicht beantworten, da dieser Faktor genetisch bedingt ist. Ein europides Haar ist 0,05 bis 0,07 Millimeter dick, asiatisches Haar dagegen deutlich dicker. Der Durchschnitt in Asien liegt zwischen 0,08 und 0,12 Millimetern.

 

MiR 7 2017 Seite 16-4Vitamin C hingegen fasziniert in der Mikrophotographie durch seine ungewöhnlichen Farbenspiele. Seine Wirkkraft entfaltet es zur Unterstützung des Immunsystems und im Kampf gegen freie Radikale, die auch mit der Entstehung von Krebs in Zusammenhang gebracht werden. Ascorbinsäure, wie Vitamin C auch genannt wird, leistet einen wichtigen Beitrag zum Zellschutz. Der Körper kann Ascorbinsäure nicht selbst herstellen, weshalb sie über die Nahrung aufgenommen werden muss. Sie steckt vor allem in Zitrusfrüchten, Obst und frischem Gemüse. Zur Deckung des Tagesbedarfs reichen zwei Orangen.

 

Die Motive sind von Andrea Voß-Acker aus Wuppertal entworfen worden. Erstausgabetag: 13. Juli 2017.

 

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