Für die Jugend: Augsburger Puppenkiste

13.09.2017

MIR 8 2017 Seite 14-2(mi) Sie sind ein Erinnerungsschatz aus vordigitaler Zeit: An Fäden hängende Holzpuppen, die virtuos gespielt und mit liebenswerten Stimmen belebt werden, bezaubernde Bühnenbilder und Requisiten, die Improvisationsfreude und Nostalgie ausstrahlen. Geformte und bemalte Pappe erzeugt das Bild einer mittelalterlichen Stadt oder eines schroffen Gebirges, blau getönte Folie symbolisiert die wogende See.

 

MIR 8 2017 Seite 14-3Die 1948 von Walter Oehmichen gegründete Augsburger Puppenkiste hat Generationen von Kindern bis ins Erwachsenenalter hinein begleitet und begeistert. Viele ihrer Zuschauer erreichte die Marionettenbühne über das noch junge Medium Fernsehen, das 1953 begann, die Aufführungen der Augsburger Puppenkiste regelmäßig auszustrahlen.

 

MIR 8 2017 Seite 14-4In den folgenden Jahren inszenierte das Puppentheater mit seinem ständig wachsenden Ensemble unzählige Märchen und Kinderbücher und erweckte mit der Kunst des Marionettenspiels einzigartige Charaktere zum Leben. Dabei werden damals wie heute alle Puppen in der hauseigenen Werkstatt aus Lindenholz von Hand geschnitzt. So entstanden auch die Figuren zu den Stücken „Urmel aus dem Eis“ von 1969, „Kleiner König Kalle Wirsch“ von 1970 und „Kater Mikesch“ von 1964.

 

Die Motive sind von Prof. Anna Berkenbusch und Christian Gralingen aus Berlin entworfen worden. Erstausgabetag: 10. August 2017.

 

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