Deutsche Malerei: Max Liebermann

Max-LiebermannDas Sonderpostwertzeichen "Max Liebermann" aus der Serie "Deutsche Malerei" wurde am 2. Januar 2013 von der Deutschen Post AG herausgegeben. Das Motiv ist von Werner Hans Schmidt aus Frankfurt am Main entworfen worden und zeigt das Gemälde "Rasenbleiche". In seiner ersten Schaffensperiode wurde Max Liebermann (1847–1935) stark von der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts mit ihren Stillleben und Arbeiterbildern geprägt. Die passenden Motive lieferten ihm seine zahlreichen Reisen nach Holland. Doch brachten ihm seine Bilder in Deutschland viel Häme und Kritik ein. Er erhielt Beinamen wie „Schmutzmaler“ und „Hässlichkeitsapostel“. Nach mehreren Jahren in Paris übersiedelte Liebermann 1878 nach München. Sein Werk „Die Rasenbleiche“ von 1883 entstand am Ende der Münchner Periode und gilt als deren Meisterstück. Es feiert die „heimliche Schönheit“ und Intimität, die Liebermann an den ländlichen Baumgärten
Hollands so schätzte.

 

 

 

Ab den späten 1880er-Jahren – Liebermann lebte inzwischen in Berlin – kehrte er seinen naturalistischen Arbeiterbildern den Rücken. Von nun an fand das betuchte Bürgertum Eingang auf seine Leinwand. Seine Farbpalette wurde heller, sein Pinselstrich leichter. Gegen Ende des Jahr-hunderts hatte sich Liebermann als angesehener Künstler in Berlin etabliert. Ab 1933 wurde Liebermann aufgrund seiner jüdischen Herkunft geächtet, sein Werk verfemt. Er starb am 8. Februar 1935 in Berlin. Heute erinnert eine Dauerausstellung in der Liebermann-Villa am Wannsee an einen der bedeutendsten Vertreter des deutschen Impressionismus.

 


Abbildung: Quelle