Schätze aus deutschen Museen

Ischtar-TorDie Sonderpostwerzeichen "Königin Nofretete" und "Ischtar-Tor" (s. Abb. links) aus der Serie "Schätze aus deutschen Museen" wurden am 2. Januar 2013 von der Deutschen Post AG herausgegeben. Beide Marken sind von Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn entworfen worden. In Berliner Museen kann man die Vorlagen der Marken bewundern: Das Ischtar-Tor ist die Hauptattraktion der Vorderasiatischen Sammlung im Pergamonmuseum und die Büste der Nofretete wird im Ägyptischen Museum auf der Museumsinsel ausgestellt.

 

„Die Schöne ist gekommen“ heißt übersetzt Nofretete, die Hauptgemahlin des ägyptischen Königs Amenophis IV., der 1351 v. Chr. den Thron bestieg und sich später Echnaton nannte. Die rund 50 cm hohe Kalksteinbüste Nofretetes stammt vom ägyptischen Bildhauer Thutmose. Sie wurde 1912 bei Ausgrabungsarbeiten des deutschen Ägyptologen Ludwig Borchardt (1863–1938) in Tell el-Amarna gefunden und ist seit ihrer ersten öffentlichen Präsentation in Berlin ein Zuschauermagnet. Die Plastik besticht durch Symmetrie und Harmonie der Gesichtszüge. Auch nach 3300 Jahren ist Nofretete eine zeitlose Ikone der Schönheit.

 

Koenigin-Nofretete

 Das prachtvolle Ischtar-Tor mit seinen zwölf Metern Höhe, den strahlend blau glasierten Ziegeln und den eindrucksvollen Tier-Reliefs lockt jährlich zahllose Besucher an. Und doch vermittelt es bei aller Pracht nur unzureichend eine Vorstellung von der Schönheit der einstigen Toranlage. Beim Berliner Exponat handelt es sich um den Vorbau, der von dem strahlend blauen Haupttor dahinter noch um einige Meter überragt wurde. Wer sich im Altertum der Stadt Babylon von Norden näherte, erblickte schon von Weitem neben der monumentalen Stufenpyramide das prachtvolle, der Ischtar geweihte Tor.

 

 

Hinweis: Wie bereits berichtet, erschien die selbstklebende 58c-Rollenmarke mit dem Motiv der Nofretete-Büste erst am 1. März 2013.

 

 

 

 

Text: MICHEL

Abbildung: Quelle