Digitale Erneuerung

Spätestens seit der Jahrtausendwende macht die Digitalisierung des Lebens auch vor der Philatelie nicht mehr halt. Immer mehr Sammler begannen nach der Jahrtausendwende, online zu recherchieren, zu kaufen, sich in Foren auszutauschen und Glanzstücke ihrer Sammlung in den sozialen Medien zu präsentieren.

In den frühen 2000ern veröffentlichte MICHEL seine Online-Kataloge, die nach und nach mit den katalogisierten Briefmarken aus aller Welt befüllt wurden. Einige Jahre später standen alle Briefmarken aus Deutschland, Europa und Übersee auf Basis der Normal-Kataloge für Sammler online zur Verfügung. Der Zugang dafür wird in Form eines Abonnements erworben.

Der MICHEL-Online um 2018

Mit dem Wechsel zur neuen Philatelistischen Datenbank (PDB) steht dem Verlag seit 2018 erstmals eine SQL-Datenbank zur Verfügung, die die Katalogisierungen in Online und Offline-Medien verteilen kann.

2019 hat der Schwaneberger Verlag in Germering neue Büroräume bezogen. Zum technischen und räumlichen Wechsel kamen einige Änderungen im Personal hinzu. Allein in der Redaktion wurden in den Jahren 2017 bis 2019 fünf neue Mitarbeiter eingestellt, die das MICHEL-Durchschnittsalter drastisch senken und den Briefmarken-Goliath auch zum 110-jährigen Jubiläum aktuell halten.

Trotz aller Änderungen: Seine Wurzeln vergisst MICHEL nicht! Nach den zahlreichen Feierlichkeiten zum hundertsten Jubiläum in der Hugo-Michel-Stadt Apolda bleibt die Apoldaer Bibliothek Dank regelmäßiger Freiexemplare eine der am besten ausgestatteten philatelistischen Bibliotheken weltweit, wie die Thüringer Allgemeine berichtet: Apoldaer Bibliothek hält Bibel der Briefmarkensammler bereit