Astrophysik: Gravitationswellen und GAIA-Satellit

10.01.2018

MiR 12-4(mi) Messen und Beobachten sind die wichtigsten Grundlagen der Astrophysik, einer Teildisziplin der Astronomie, die der physikalischen Beschaffenheit von Himmelskörpern nachspürt. In besonderen Glücksfällen gelingt es, die gemessenen Ergebnisse in Übereinstimmung zu bringen mit noch nicht bewiesenen Aussagen der theoretischen Physik. So wurden die Gravitationswellen, deren Existenz der geniale Physiker Albert Einstein bereits 1915 vorhergesagt hatte, im Jahr 2015 erstmals gemessen.

 

Gravitationswellen entstehen bei der Beschleunigung großer Massen im Weltall, etwa bei der Verschmelzung superschwerer Schwarzer Löcher. Den Durchbruch in der Suche nach den Gravitationswellen brachte der in den USA befindliche und mit deutscher Lasertechnik arbeitende Gravitationswellendetektor LIGO (Laser Interferometer Gravitational Wave Observatory).

 

MiR 123Neueste Technik ist auch beim ESA-Satelliten Gaia im Einsatz. Er verfügt über eine Kamera mit einer Milliarde Pixel, die ein einzelnes Haar aus 1000 Kilometern Entfernung erkennen kann. Von 2013 bis 2019 wird die Gaia-Mission unsere Milchstraße kartieren. 2022 soll dann ein Sternenka talog erscheinen.

 

Die Motive sind von Andrea Voß-Acker aus Wuppertal entworfen worden. Erstausgabetag: 7. Dezember 2017.

 

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