Dem Schwaneberger Verlag ist auf der Frankfurter Buchmesse der Deutsche Verlagspreis verliehen worden.

Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters hat die Auszeichnung 2019 erstmalig vergeben, um die Arbeit unabhängiger Verlage in Deutschland zu würdigen.


Am Freitagabend stand der Frankfurt Pavillon ganz im Zeichen des ersten Deutschen Verlagspreises. Die Vertreter von insgesamt 67 unabhängigen Verlagen aus ganz Deutschland hatten sich im großen Festzelt versammelt, um die Ehrung entgegenzunehmen. Die Gewinner waren von einer unabhängigen Jury unter dem Vorsitz des Literaturkritikers Denis Scheck aus insgesamt 312 Bewerbungen ausgewählt worden. Der Schwaneberger Verlag zählt zusammen mit wbg (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), Reclam und EMF (Edition Michael Fischer) zu den vier größeren ausgezeichneten Verlagshäusern mit mehr als 3 Mio. Jahresumsatz, denen Prof. Monika Grütters undotierte Gütesiegel verlieh.

Dass MICHEL, der „Reiseführer durch die Welt der Briefmarken“, diese große Anerkennung erhielt, begründete die Jury so: „Mit dem undotierten Gütesiegel zeichnen wir vier Verlagshäuser aus, die auf erstaunliche Weise zeigen, wie sich Tradition und Zukunftsfähigkeit verbinden lassen und wie die dafür nötigen Transformationsprozesse gelingen können. (...) Dem Verlag Schwaneberger ist es mit dem MICHEL-Katalog gelungen, seine Weltmarktrelevanz zu behaupten und sich in einer technisch und kommunikativ vollkommen veränderten Welt an die neuen Gegebenheiten anzupassen und sie sogar für sich zu nutzen.“

Der Schwaneberger Verlag treibt die genannten Transformationsprozesse seit Jahren voran, um innovative Produkte für Sammler umzusetzen. Neue Datenbanktechnologien ermöglichen Sammlern weltweit inzwischen nicht nur, mit dem MICHEL-Online schnell und einfach auf MICHEL-Informationen zuzugreifen, sondern machen auch das traditionsreiche, gedruckte Nachschlagewerk so individuell wie nie zuvor: Mit MeinMICHEL kann jedes noch so außergewöhnliche Sammelgebiet und die MICHEL-Information zu jeder Sammlung auf den Markensatz genau zusammengestellt und zu einem „echten“, haptischen MICHEL gebunden werden.

Ein weiteres entscheidendes Kriterium für die Auszeichnung bestand auch im sozialen und kulturellen Engagement der Verlage. Hier zeichnet sich der Schwaneberger Verlag insbesondere durch die Jugendförderung und das Bemühen aus, die Briefmarke als traditionsreiches Kulturgut in das gesellschaftliche Bewusstsein zu tragen und zu halten. Mit verschiedenen Initiativen und Veranstaltungen unterstützt der Verlag seit Jahren den Lichtblick Hasenbergl, eine Betreuungseinrichtung für benachteiligte Kinder und Jugendliche, ermutigt Kinder durch die Aktion „Junior-Sammler“ zum Auf- und Ausbau der eigenen Sammlung und kürt mit dem Hugo-Michel-Förderpreis besonders engagierte Philatelisten.

Prof. Monika Grütters gratulierte allen von der Jury ausgewählten Preisträgern: „Die ausgezeichneten Verlage sind Leuchttürme in unserer weltweit einzigartig vielfältigen Literaturlandschaft“, sagte sie. „Dies ist etwas, worauf wir im Land der Dichter und Denker sehr stolz sein können. Es ist mir ein Herzensanliegen, die wertvolle Arbeit der Verlage mit dem Deutschen Verlagspreis noch sichtbarer für die Öffentlichkeit zu machen.“

Ganz besonders freut sich natürlich MICHEL-Geschäftsführer Hans W. Hohenester über dieses großartige Lob und die Auszeichnung, die er am Freitag persönlich entgegen nahm. Mit dem neuen Gütesiegel ausgezeichnet fühlen wir uns einmal mehr in unserem Bemühen bestärkt, Sammler bei ihrem schönen und traditionsreichen Hobby auch mit innovativen Produkten zu unterstützen.


Abbildung 1: Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters und MICHEL-Geschäftsführer Hans W. Hohenester (Bundesregierung: Reimold)

Abbildung 2: Die vier Gewinner des Gütesiegels für größere Verlage zusammen mit Prof. Monika Grütters (Bundesregierung: Reimold)


Resonanz in den Medien (Auszüge)

Uwe Konst (AIJP) für den APHV: https://aphv.de/schwaneberger-verlag-mit-dem-deutschen-verlagspreis-2019-ausgezeichnet und in der Schweizer Briefmarken-Zeitung: SBZ 11/2019