Im Jahr 1961 bestand das jährliche Europa-Motiv aus einer Gruppe von 19 Tauben, die wie eine Taube als dominierendes Motiv angeordnet waren, entworfen von Theo Kurpershoek aus den Niederlanden. Die Tauben standen für die teilnehmenden friedlichen Nationen, von denen jede ihre Individualität bewahrte und gleichzeitig zu einem größeren Ganzen beitrug. Solche Kompositionen wurden zu einem wiederkehrenden Merkmal der EUROPA-CEPT-Motive, um Ideen von Harmonie, Kontinuität und Gleichheit unter den Mitgliedsländern zu spiegeln.

Die Royal Mail gab am 18. September 1961 ein Briefmarkentrio für Großbritannien heraus, wobei das „Motiv Friedens-Taube“ auf den Nennwerten 6d und 10d zu sehen war, während das CEPT-Logo auf der 2d-Marke dominierte. Nach dieser Serie verzichtete die Royal Mail bis 1969 auf weitere EUROPA-Ausgaben in diesem Jahrzehnt.

Der Stil der 1960er Jahre

Das Design der Ausgaben von 1962 von Lex Weyer aus Luxemburg bestand aus einem Baum, dessen Äste 19 Blätter trugen. Diese Bildsprache stand sowohl für Wachstum als auch für Kommunikation, wobei der blühende Baum die Vitalität Europas symbolisierte.

Für das Jahr 1963 bestand das gemeinsame Design des Norwegers Arne Holm aus den Buchstaben CEPT in einer abstrakten ornamentalen Komposition. Liechtenstein, Monaco, Portugal, San Marino und Spanien zogen es jedoch vor, optisch reizvollere Darstellungen zu verwenden.

Das Motiv von 1964, das den 5. Jahrestag der CEPT feierte, gehört zu den beliebtesten klassischen Entwürfen. Es stammte vom berühmten französischen Künstler, Briefmarkengestalter und Graveur Georges Bétemps und besteht aus dem Logo als Mittelpunkt einer Blume mit 22 Blütenblättern, die der weiter gewachsenen Zahl der Mitgliedsländer entsprachen. Das Bild wollte die Vorstellung vermitteln, dass Europa durch Zusammenarbeit aufblüht. Die elegante und ausgewogene Komposition übersetzte ein abstraktes politisches Ideal in eine leicht verständliche visuelle Metapher.

Michael Burzan, AIJP