(tb) Sammlern, die noch über Restwerte zu 58 und 62 Cent verfügen, bietet die Deutsche Post keine passenden Ergänzungswerte mehr an, um Standard-, Kompakt und Großbriefe in Deutschland portogerecht frankieren zu können. Die Münzwertzeichendrucker von Sielaff sind bekanntlich abgeschaltet – siehe MICHEL-Rundschau 2/2025. Der Weidener Sammlerdienst führt zwar weiterhin Automatenmarken im Sortiment, doch umfassen diese ein sehr enges Spektrum an Nennwerten. Automatenmarken zu 37 und 33 Cent, die für die Auffrankatur des Standardbriefes nötig sind, erhält man dort nicht. So bleibt nur der Gang zum Postschalter, um dort die Sendung mit einem Etikett versehen zu lassen.

(tb) Mit dem 1. Januar änderten sich nicht nur die Portosätze der Brief- und Paketpost. Die Deutsche Post kürzte auch zwei Leistungen, die weniger im Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit stehen.

Einen Nachsendeauftrag kann man nunmehr nur noch für sechs Monate stellen. Diese Frist galt zuletzt schon für klassische, in der Filiale gekaufte Aufträge. Online konnte man bis zum Jahresende auch Nachsendeaufträge für zwölf Monate erteilen. Ähnliches gilt für das Angebot, die Tagespost zu lagern. Nur noch die Lagerung für maximal einen Monat ist möglich. Die Möglichkeit, online bis zu drei Monate Lagerung in Auftrag zu geben, entfiel mit dem Jahreswechsel.

(tb) Ende November erschütterte ein schweres Unglück die Deutsche Post. Ein im Auftrag von DHL Express eingesetztes Flugzeug der spanischen Gesellschaft Swift Air stürzte auf seinem Flug von Leipzig nach Vilnius kurz vor Erreichen des Zielflughafens ab. Ein Besatzungsmitglied kam dabei ums Leben, drei wurden schwer verletzt. Die Ermittlungen ergaben, dass mit größter Sicherheit ein Pilotenfehler den Absturz verursacht hatte. Mutmaßungen, auf das Flugzeug sei in Anschlag verübt worden, bestätigten sich glücklicherweise nicht. In den vergangen Monaten hatten wiederholt Brandsätze in Paketsendungen gezündet und Sachschäden verursacht. Gleich den Beschädigungen von Kommunikations- und Stromkabeln in der Ostsee wird die Urheberschaft in Russland vermutet, das die Angriffe als Teil seiner Kriegsführung gegen die westlichen Staaten versteht.

(tb) Weihnachtsmann, Nikolaus und Christkind beantworteten im vergangenen Jahr 598.830 Briefe kleiner und großer Kinder. Damit verfehlten die Weihnachts-, Nikolaus- und Christkindpostämter ihren Rekord von 2023 knapp.Damals waren 609.500 Briefe eingegangen. Die Briefe kamen aus allen Erdteilen und enthielten neben Wunschzetteln auch Zeichnungen und Gebasteltes.

(tb) Einen neuen Rekordwert meldete die Deutsche Post für die Vorweihnachtstage. Am 2. Dezember bearbeiteten die Paketzentren erstmals mehr als zwölf Millionen Pakete an einem Tag. Das sind knapp doppelt so viele wie an einem durchschnittlichen Tag im übrigen Jahr –dann durchlaufen 6,3 Millionen Pakete die Frachtzentren. Neben dem Weihnachtsfest führten aus den Vereinigten Staaten von Amerika übernommene Werbeaktionen wie der „Black Friday“ zum großen Sendungsaufkommen. Für die stärksten Zustelltage im Dezember kalkulierte die Deutsche Post mit 5800 Extra-Touren in der Paketpost. Um die Sendungsmengen zu bewältigen, beschäftigte sie 10.000 Aushilfskräfte nach Tarif und mietete 11.000 Fahrzeuge.