(tb) Seit dem 21. April, dem Ostermontag, stellt DHL in den Vereinigten Staaten von Amerika keine aus dem Ausland einlangenden Sendungen mehr an Privatleute zu, wenn der Wert der darin beförderten Waren oberhalb von 800 Dollar liegt. Damit reagierte die Deutsche Post auf die Zollpolitik des aktuellen Präsidenten. Dieser hatte nicht nur zahlreiche Zollsätze erhöht und neue Zölle eingeführt, sondern auch den Freibetrag für Sendungen an Privatleute von 2500 auf 800 Dollar gesenkt. Das führte seit dem 5. April zu einem derart starken Anstieg der Zahl der Zollverfahren, dass DHL über Ostern die Reißleine ziehen musste, zumal auch der Arbeitsaufwand wegen der ständig wechselnden Regelungen gewachsen ist. In den USA erklärte DHL, dass die weltweite Annahmesperre vorübergehend gelte, nannte aber keinen Termin für deren Aufhebung. Sendungen an Geschäftsbetriebe sind nicht betroffen.
(tb) Die französische Staatspost konnte 2024 den Umsatz ihres Paketgeschäftes steigern. Dieses ist in der Geopost konzentriert, die auch für die Beteiligungen im Ausland verantwortlich zeichne, beispielsweise Dynamic Parcel Distribution, kurz DPD. Der Umsatz wuchs um ein Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Der Gewinn schoss gar um 86 Prozent auf 614 Millionen Euro, spiegelt aber Sonderfaktoren. Ohne diese wäre es um 19,7 Prozent auf 265 Millionen Euro gesunken. La Poste erklärt dies mit dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. 68 Prozent des Gesamtumsatzes entfielen auf die Märkte in Frankreich, Deutschland, Italien und Großbritannien.
(tb) Die Europäische Zentralbank plant neue Motive für die Euro-Noten. Dabei gibt sie offenbar den Grundgedanken aus der Zeit der Euro-Einführung auf, auf den Noten keine Darstellungen aus den einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zu zeigen. Zur Debatte steht unter anderem, Persönlichkeiten wie Ludwig van Beethoven, Marie Skłodowska Curie und Leonardo da Vinci zu porträtieren. Neutraler wären Motive wie eine Gebirgsquelle mit einem Alpenläufer, die Szene eines Sängerfestes mit Kinder- und Erwachsenenchor oder ein Abbild des Europäischen Parlamentes. Wann die neuen Noten eingeführt werden, steht noch nicht genau fest. Bislang gibt es auch keinen künstlerischen Wettbewerb zur Gestaltung der Scheine.
(tb) Südlich des Flughafens Coventry eröffnete die Deutsche Post am 27. Februar ein neues Umschlagzentrum für den Internet-Versandhandel in Großbritannien. Der Konzernbereich DHL eCommerce kann in der 25.000 Quadratmeter großen Anlage bis zu einer Million Pakete pro Tag umschlagen. Dies geschieht weitgehend automatisiert. Der Umschlag erfolgt über 48 Ladetore. Ein Zolllager steht für den internationalen Handel zur Verfügung. Das Depot ist mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet, die Strom für den Eigenbetrieb, aber auch für elektrisch angetriebene Zustellfahrzeuge erzeugt. Das Umschlagzentrum gehört zu einem 560 Millionen Euro schweren Investitionspaket, mit dem die Deutsche Post ihr Stellung im britischen Markt verbessern möchte.
(tb) Die Deutsche Post beschaffte 21 elektrisch angetriebene Transporter für die Zustellung unhandlicher und schwerer Sendungen. Für die Zustellung setzt sie jeweils zwei Mitarbeiter ein, weshalb das Angebot im Deutsch unserer Tage „DHL 2-Man-Handling“ heißt. Die neuen Transporter ergänzen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen den Fahrzeugbestand und gehören zur Initiative des Konzerns, den Kohlendioxidausstoß während des Transportes und der Zustellung zu senken.
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